Therapieverfahren

Traumatherapie

Von der Traumatherapeutin Luise Reddemann stammt der Satz "Man muss die Waagschale des Glücks so auffüllen, dass sie ein Gegengewicht bildet zur Waagschale des Unglücks." Leider hat sich in vielen Köpfen die Vorstellung festgesetzt, dass Psychotherapie eine quälende und kräftezehrende Angelegenheit sei. Doch Sie sollten sich nach einer Therapiesitzung nicht noch schlechter fühlen als vorher. Daher wurden Techniken entwickelt, die es ermöglichen, sich auf schonende Weise mit belastenden Themen auseinanderzusetzen und danach einen positiven Abschluss zu finden. Neben EMDR arbeite ich in der Traumatherapie mit hauptsächlich mit Imaginationsverfahren wie PITT und IRRT. Dazu gehören auch Erdungs- und Stabilisierungsübungen. Der Körper sollte in der Traumatherapie immer mit einbezogen werden. 

Katathymes Bilderleben

"Jede Vorstellung hat die Tendenz, sich zu verwirklichen." Dieses Zitat von Emile Coué beschreibt gut die Wirkweise der Katathym-Imaginativen Psychotherapie, die von Hans Carl Leuner entwickelt wurde. Dabei werden dem Klienten bestimmte Motive vorgegeben, die er sich vorstellen und beschreiben soll. Der bewusste Verstand wird auf diese Weise umgangen und ein unverfälschter Blick in den Gefühlszustand und die unbewussten Ursachen psychischer oder psychosomatischer Beschwerden ermöglicht. Auch die Therapie der Beschwerden findet auf dieser Bildebene statt, indem die Bilder allmählich zum Positiven hin verändert werden. Das Katathyme Bilderleben wird im Sitzen oder Liegen in einer leichten Entspannungstrance durchgeführt und in der Regel als besonders schonend empfunden.  

EMDR

EMDR ist die Abkürzung für "Eye Movement Desensitization and Reprocessing", auf Deutsch etwa "Desensibilisierung und Aufarbeitung durch Augenbewegungen". Das Verfahren stammt ursprünglich aus der Traumatherapie, wird heute aber auch zur Therapie von Ängsten, Zwängen und anderen psychischen Beschwerden eingesetzt. Durch die bilaterale Stimulation der beiden Körper- und Gehirnhälften werden belastende Erinnerungen und Gefühle vom Gehirn schneller verarbeitet und es tritt manchmal sehr rasch ein Gefühl der Erleichterung ein. EMDR eignet sich gut zur Glaubenssatzarbeit, um dysfunktionale Glaubenssätze durch konstruktivere Gedanken zu ersetzen. Es wird dabei auch eine Klopftechnik zur Selbstanwendung erlernt, mit der man sich in Stresssituationen gezielt beruhigen oder auch motivieren kann.  

Hypnose

"Wenn nichts mehr hilft, hilft Hypnose." Diesen Satz von James Braid hört man häufig, wenn es um Hypnose oder Hypnotherapie geht. Auch wenn Hypnose kein Allheilmittel ist, lassen sich damit manchmal durchaus gute Verbesserungen in kurzer Zeit erzielen. Dazu nutze ich sowohl aufdeckende, ursachenorientierte Techniken als auch Suggestionen. Außerdem biete ich eine hypnotische Tiefenentspannung (Deep State) an, die eine tiefe innere Ruhe bewirken und selbst hartnäckige muskuläre Verspannungen lösen kann. Hypnose lässt sich sehr gut mit anderen Verfahren kombinieren, vor allem mit der Verhaltenstherapie. Manchmal kann eine Kurzhypnose auch als Impulsgeber am Anfang einer Sitzung oder zum Abschluss als Entspannung und Stabilisierung dienen, um mit einem guten Gefühl aus der Sitzung hinauszugehen. Einen Eindruck von meiner Stimme erhalten Sie hier.

Verhaltenstherapie

So sehr ich von Imaginationsverfahren überzeugt bin: Es nützt alles nichts, wenn nicht auch - Schritt für Schritt - das eigene Verhalten geändert wird. Gerade Angst- und Zwangsstörungen erfordern eine stufenweise Exposition und Desensibilisierung, damit nachhaltige Erfolge erzielt werden können. Die verhaltenstherapeutische Exposition kann durch Hypnose oder EMDR aber sehr gut vorbereitet werden. In der kognitiven Verhaltenstherapie geht es darum, hinderliche Überzeugungen und Verhaltensweisen zu identifizieren und zu ändern. Mein Ansatz ist eher ganzheitlich und weniger schematisch als oft üblich. Er beinhaltet unter anderem auch Fragen nach dem Lebenssinn, Biographiearbeit und systemische Methoden. Die Basis ist dabei stets eine mitfühlende, verständnisvolle Grundhaltung ohne Be- und Verurteilungen. Jedes Verhalten hat einen Grund!  

Achtsamkeit / Meditation

Beim Konzept der Achtsamkeit geht es darum, den gegenwärtigen Augenblick bewusst wahrzunehmen, ohne ihn zu bewerten (was schwieriger ist, als man denkt). Das ist beispielsweise hilfreich bei Ängsten, die stets auf die Zukunft gerichtet sind, oder Traumata, die immer mit der Vergangenheit zu tun haben. Bei Depressionen kann Achtsamkeit helfen, aus dem Gedankenkarussell auszusteigen und mitfühlender mit sich umzugehen. Auch Schmerzen, chronische Krankheiten und andere schwierige, nicht zu ändernde Lebensumstände lassen sich so besser bewältigen. Hier besteht das Ziel darin, negative Gedanken und unangenehme Gefühle nicht zu bekämpfen, sondern zu akzeptieren und sich von ihnen zu distanzieren. Sie können in meiner Praxis verschiedene Achtsamkeitsübungen, Meditationstechniken sowie Entspannungsverfahren erlernen.