Mögliche Themen

Selbstwertprobleme

Viele psychische Probleme lassen sich auf ein instabiles Selbstwertgefühl zurückführen. Manchmal sind Selbstzweifel, Unsicherheit und Schüchternheit im Umgang mit anderen sogar so stark ausgeprägt, dass sie selbst behandlungsbedürftig werden. Ein schwaches Selbstwertgefühl kann sich unter anderem in einem starken Hang zum Perfektionismus, Harmoniesucht, übertriebener Selbstkritik und Schwierigkeiten beim Entscheidungen treffen zeigen. Ich lege in meiner Praxis grundsätzlich viel Wert auf einen respektvollen, wertschätzenden Umgang auf Augenhöhe. In der Therapie arbeiten wir gemeinsam daran, die eigene Persönlichkeit zu entdecken und liebevoll anzunehmen, Selbstmitgefühl zu entwickeln und die eigenen Ressourcen zu stärken.  

Hochsensibilität

Manche Menschen sind einfach "dünnhäutiger" und verletzlicher als andere. Sie sind reizoffener, das heißt, sie nehmen mehr wahr, was leider schnell zu Reizüberflutung und Überforderung führt. Auch brauchen sie länger, um Eindrücke und Emotionen zu verarbeiten. Andere halten sie oft für kompliziert und schwierig, dabei werden sie einfach nicht verstanden. Hochsensibilität ist keine offiziell anerkannte Diagnose, zahlreiche Personen erkennen sich in dem erst 1997 von der Psychologin Elaine N. Aron beschriebenem Phänotyp jedoch wieder. Hochsensible Menschen müssen vor allem lernen, mit ihren besonderen Herausforderungen besser umzugehen. Dann verwandeln sich vermeintliche Schwächen in ausgeprägte Stärken.

Erschöpfung / Burnout

Permanente Überlastung im Alltag - sei es bei der Arbeit, im Haushalt, in der Kindererziehung, bei der Pflege eines Angehörigen oder in Schule und Ausbildung - führt zu chronischer Erschöpfung und kann im schlimmsten Fall in einem Burnout enden. Es dauert sehr lange, bis man sich von einem Burnout wieder erholt hat. Daher ist es wichtig, Stress und Belastungen möglichst frühzeitig entgegenzusteuern. Nicht zu unterschätzen sind dabei vor allem auch emotionale Belastungen. Ein Stressbewältigungstraining kann durch mehrmalige hypnotische Tiefenentspannung in der Praxis wirksam ergänzt werden, auch ein Entspannungsverfahren kann helfen. Neben einer Umstrukturierung des Alltags ist vor allem die emotionale Entlastung wichtig.

Depression

Depressionen (auch "der schwarze Hund" genannt) sind die Volkskrankheit unserer Zeit und betreffen Menschen aller Altersgruppen. In der Regel äußern sie sich durch Antriebslosigkeit, gedrückte Stimmung und den Verlust von Freude und Interessen. Es gibt aber auch Sonderformen wie die agitierte Depression, die durch Rastlosigkeit gekennzeichnet ist, oder die larvierte Depression, bei der körperliche Beschwerden im Vordergrund stehen. Bei der Therapie geht es vor allem darum, negative Denkmuster zu durchbrechen, mögliche Verluste und Verletzungen zu verarbeiten, das "innere Minuskonto" wieder aufzufüllen und schrittweise die Aktivität zu erhöhen. Trauer und Liebeskummer sind keine Depressionen, können aber zu einer Depression führen. Sie werden durch eine rechtzeitige Therapie oft gut aufgefangen und schneller und effektiver gelindert.

Angststörung

Wenn Angst das Leben beherrscht, ist irgendwann gar nichts mehr möglich. Phobien, Panikattacken und Angststörungen haben meist ein starkes Vermeidungsverhalten zur Folge, was die Ängste allerdings nur verstärkt und immer schlimmer werden lässt. Neben spezifischen Phobien (etwa vor Flugreisen oder Spinnen) sind die Agoraphobie (Angst vor bestimmten Orten) und die soziale Phobie weit verbreitet. Die sogenannte generalisierte Angststörung zeigt sich weniger in Angst als in anhaltender Unruhe und Besorgnis. Angst- und Panikstörungen erfordern spezifische Interventionen. Die Betroffenen sollen nach und nach wieder an die angstauslösenden  Situationen herangeführt werden, was auf besonders schonende Weise durch Hypnose oder EMDR geschehen oder vorbereitet werden kann. Außerdem werden Techniken zur Entspannung und Selbstberuhigung vermittelt und regelmäßig geübt.

Zwangsstörung

Bei Zwängen verhält es sich ähnlich wie bei Ängsten: Unternimmt man nichts dagegen, werden sie immer stärker. Zeitraubende, mechanische Zwangshandlungen oder quälende Zwangsgedanken verursachen bei den Betroffenen einen enormen Leidensdruck. Häufig kommen dazu starke Schamgefühle wegen des als abnorm empfundenen Zwangs oder verstörender Inhalte der Zwangsgedanken, die häufig aggressiver oder sexueller Natur sind. Bei Zwangsstörungen ist es wichtig, die zugrunde liegenden Ängste hinter dem Zwang zu erkennen und zu behandeln. Oft sind zwanghafte Züge und Verhaltensweisen ein dysfunktionaler Versuch, ein Gefühl von Kontrolle, Halt und Stabilität in eine Situation zu bringen, die als unsicher und wenig beeinflussbar erlebt wird. Es gibt verschiedene Verfahren zur Behandlung von Zwängen. Ich behandele Zwangserkrankungen besonders gerne. 

Trauma / PTBS

Der bekannte Traumatherapeut Peter Levine hat einmal gesagt: "Trauma ist die Hölle auf Erden. Aufgelöstes Trauma ist ein Geschenk der Götter." Damit sollen traumatische Erfahrungen keinesfalls schön geredet werden. Sie können aber eine Chance für Wachstum bieten. Man unterscheidet zwischen Schocktraumata (durch ein einzelnes traumatisches Ereignis) und Entwicklungstraumata, die durch zwischenmenschliche Verletzungen über einen längeren Zeitraum, meist seit früher Kindheit, entstehen. Da Bindungsstörungen dabei eine große Rolle spielen, wird das Entwicklungstrauma auch oft als Bindungstrauma bezeichnet. In beiden Fällen trägt der Körper einen großen Teil der Last des Traumas. Schocktraumen können in der Regel sehr effektiv mit EMDR behandelt werden, bei Entwicklungstraumen ist etwas mehr Detektivarbeit vonnöten.

Schmerzen / Migräne

Chronische Schmerzen können dazu führen, dass das Leben als nicht mehr lebenswert empfunden wird. In der Schmerzpsychotherapie arbeitet man daran, Akzeptanz für die chronische Schmerzerkrankung zu entwickeln und besser mit den Schmerzzuständen umzugehen. Manche Schmerzen lassen sich mit Hypnose oder EMDR günstig beeinflussen, es gibt auch schmerzreduzierende Selbsthypnose- und Entspannungstechniken. Oftmals gehen Schmerzerkrankungen mit Ängsten und Depressionen einher, die ebenfalls behandelt werden sollten. Da ich selbst Migränikerin bin, bringe ich Ihnen viel Verständnis entgegen. Auch wenn die Schmerzen nicht psychisch bedingt sind, kann eine Psychotherapie helfen, Druck zu reduzieren und Trigger zu vermeiden, was die Intensität und Häufigkeit der Schmerzattacken verringern kann. Eine Schmerzpsychotherapie ersetzt keine ärztliche Behandlung.  

Schwere Krankheit / Krebs

Die Diagnose einer Krebserkrankung oder einer anderen schweren Erkrankung ist immer ein Schock, für Patienten und Angehörige gleichermaßen. Als ausgebildete Psychoonkologische Beraterin stehe ich Ihnen gern in allen Phasen der Erkrankung zur Seite: vor oder während der Behandlung, nach überstandener Therapie oder im schlimmsten Fall, um sich auf das Ende vorzubereiten. Eine gestärkte Psyche kann dazu beitragen, die Selbstheilungskräfte zu fördern und schwere Phasen besser durchzustehen. Auch betroffenen Angehörigen stehe ich gerne als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit sind Menschen mit nicht terminalen chronischen Krankheiten, die sich (zu Recht) oft sehr allein gelassen fühlen und nach jahrzehntelangem Leidensweg am Ende ihrer Kräfte sind.

ADHS / Asperger

Es ist nicht leicht, neurodivergent zu sein, da unsere Gesellschaft auf neurotypische Menschen zugeschnitten ist. Das Gehirn von neurodivergenten Menschen verarbeitet Reize anders. Heute wird dies nicht mehr als "Störung", sondern als Variante betrachtet, die neben Schwächen in einigen Bereichen auch viele Stärken mit sich bringt. Zu den häufigsten und bekanntesten Varianten zählen ADHS und Autismus-Spektrum-Störungen wie das Asperger-Syndrom. Manchmal werden diese erst im Erwachsenenalter erkannt. Ich kann in meiner Praxis leider keine Diagnostik von ADHS und Asperger durchführen. Oft haben die Betroffenen aber einen hohen Leidensdruck, weil sie sich ihr Leben lang "anders" gefühlt haben. Ich helfe Ihnen dabei, traumatisierende Erfahrungen zu überwinden und Strategien für den Alltag zu entwickeln.

Beziehungsprobleme

Ohne Beziehungen zu anderen Menschen ist kaum ein erfülltes Leben möglich. Frühe Bindungserfahrungen prägen oft stark das spätere Beziehungsverhalten: Manche Menschen neigen dazu, schädliche Muster zu wiederholen, und landen immer wieder in ungesunden oder sogar toxischen / missbräuchlichen Partnerschaften. Einige leiden unter extremer Eifersucht und der Angst, verlassen zu werden. Anderen fällt es zwar leicht, Kontakte zu knüpfen, aber schwer, Beziehungen langfristig aufrechtzuerhalten. Und andere wiederum tun sich schwer im Kontakt mit anderen, sind vielleicht sogar "Absolute Beginner", die noch nie eine intime Paarbeziehung hatten. Wenn es immer wieder zu ähnlichen Problemen im Umgang mit anderen Menschen kommt, sollte man das eigene Bindungs- und Beziehungsverhalten hinterfragen und ändern.

Stalking / Mobbing

Stalking und Mobbing zählen zu den schlimmsten Dingen, die Menschen anderen Menschen antun können. Stalking kommt relativ häufig vor; meistens handelt es sich bei den Stalkern um abgewiesene Verehrer*innen oder Ex-Partner der gestalkten Personen. Die Opfer stehen unter permanentem Stress; Angst und Anspannung lassen sie kaum zur Ruhe kommen. Die Folge sind psychische und körperliche Beschwerden, Alltag und Bewegungsfreiheit sind massiv eingeschränkt. Auch Mobbing (das Schikanieren, Demütigen oder Ausgrenzen einer Person, meist in der Schule oder am Arbeitsplatz) ist alles andere als selten. Manchmal hinterlässt es jahrzehntelang Spuren bei den gemobbten Personen. Ich biete keine juristische Beratung, stehe Ihnen aber in dieser schwierigen Situation zur Seite oder helfe Ihnen, die Erfahrungen zu verarbeiten.